PNP September 1980

Spielhahnschützen weiter unter bewährter Führung
Erwin Lindner bleibt Schützenmeister — Eintrag ins Vereinsregister

Buch. Zum erstenmal in ihrem neu geschmückten Heim hielten die Spielhahnschützen Jahreshauptversammlung. Schützenmeister Erwin Lindner begrüßte neben den Vereinsangehörigen besonders herzlich Bürgermeister Max Riedl, das neue Mitglied Kreisarzt Herbert Willmerdinger sowie die Gemeinderäte Alois Baumecker und Max Schmid. Dem ehrenden Gedenken der verstorbenen Schützenschwestern und -brüder folgte der Kassenbericht von Hans Kammerer über die vergangenen beiden Jahre. Wegen Unterstützungsschwierigkeiten war die Generalversammlung im vorigen Jahr ausgefallen. Eine einwandfreie und zufriedenstellende Buchführung wurde dem Kassier von den beiden Prüfern Xaver Soulop und Josef Fischer bestätigt.

Einen ausführlichen Rückblick über das Vereinsgeschehen und die vielen Aktivitäten der Spielhahnschützen hatte Schriftführerin Ingrid Lindner auf Band gesprochen. Bei den Rückenspielen habe man gemerkt, daß die Bucher 1978/79 „heimatlos“ geworden seien und ihre Schießkunst oft nur dazu gereicht habe, jeweils das „Schlußlicht“ darzustellen, was sich auch beim Landkreisschießen in Ering gezeigt habe. Durch die Unterstützung der Gemeinde und Spenden vieler Gönner und Freunde ermpigt, habe man am 8. September vorigen Jahres mit dem Ausbau des Schützenheimes begonnen. Die Arbeiten für das neue Heim wurden von einem Arbeitsstundendienst erledigt, wobei Erwin Lindner mit 480 und Hans Kammerer mit 450 Stunden den Rekord hielten. Aber auch die Schützenschwestern waren dabei, ließ Kammerer an der Spitze mit 51 Stunden. Die einzelnen Phasen — Abbau, Aufstellung, Einbau, Restaurierung, kleine Mißgeschicke, aber auch das Wachsen des Heimes — wurden dabei so lebendig, daß die Tonbandaufnahme nur so von Beifall unterbrochen wurde. Man habe aber auch sich zur Wehr setzen müssen. Helfer mit der Freien Wählergruppe hätten das Heim, das von einem Teilabbruch bedroht war, an vier notwendig aufgestellten Ständen der Schießbetrieb begonnen. Mit dem Ausschießen der Königs- und Gedächtnisscheibe sowie der Ermittlung der Vereinsmeister sei die Schießsaison 1979/80 zu Ende gegangen. Bei der Endfeier sei der Verein zur Monarchin geführt und habe einen letzten Eintrag in das Chronikbuch, so die Schriftführerin, weise auf ein weiteres Vorhaben hin. Man beabsichtige, die Satzung zu ergänzen, um den Verein als immerhin ins Register eintragen zu lassen.

Bürgermeister Riedl wandte sich danach in einer kurzen Ansprache an die Spielhahnschützen, denen er persönlich und namens der Gemeinde Dank für ihren selbstlosen Einsatz aussprach. Lob und Anerkennung fanden dabei besonders die freiwilligen Helfer.

Bei den Neuwahlen wurde Erwin Lindner zum ersten und Eduard Schmidbauer zum zweiten Schützenmeister wiedergewählt. Das Amt der Schriftführerin nimmt auch weiterhin Ingrid Lindner wahr. Zur Seite steht ihr künftig Mathilde Fischer. Stimmenmehrheit gab es bei der Wahl des Kassiers, Den Vorschiß, Erika Reiterer, als deren Kassier auszuwählen. Alois Kammerer als 1. und Alfred Kammerer als 2. Schützenmeister wurde stattgegeben. Beisitzer sind Lorenz Schmid, Andreas Weber, Helmut Minighofer, Josef Fischer und Franz Soukop, die beiden zuletzt Genannten führen zusätzlich das Amt des Kassenprüfers aus.

Nach dem Vorlesen der Satzung mit ihren 17 Paragraphen und der allseitigen Zustimmung schloß die Mitgliederversammlung. Schützenmeister Lindner dankte den Anwesenden für das überwältigende Vertrauen und bat um ebenso gute Mitarbeit in der neuen Periode.

Schlußworte sprach Herbert Willmerdinger, der den Schützen zu ihrer großen Leistung Glückwünsche überbrachte. Er versprach, sich für sie auch weiterhin im Kreistag einzusetzen.

 

Original PNP Artikel
Aus dem Archiv von Ingrid Lindner